Wer mit dem Flussschiff nach Antwerpen kommt, liegt am Kattendijkdok etwa eine halbe Stunde Fußweg vom historischen Zentrum entfernt.

10 Uhr – Blick von oben
Einen ersten Überblick über die Stadt gibt es hingegen in fünf Gehminuten: Das MAS-Museum auf dem Hanzestedenplaats liegt auf dem Weg in die Innenstadt. Der gestapelt wirkende Bau aus rotbraunem Sandstein und Glas ist in Teilen frei zugänglich, darunter auch die Dachterrasse in 60 Metern Höhe. Wer die Stadt schon kennt oder weite Wege scheut, kann sich auch den ganzen Tag über in der Ausstellung aufhalten. Das ebenfalls nahegelegene neue „Red Star Line Museum“ ist hingegen nur für Besucher mit soliden Englisch- oder Niederländisch-Kenntnissen geeignet.

Brabobrunnen12 Uhr – Die Sage
Der erste Weg führt ins Herz der Altstadt auf den Grote Markt. Prächtig restaurierte Gilde-Häuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert und das Rathaus rahmen den Brabo-Brunnen ein, der den Mythos zum Namen der Stadt illustriert (Foto links).

16 Uhr – Rubens pur
Die Onze-Lieve-Vrouwekathedrale (Handschoenmarkt) kostet zwar Eintritt, dafür sieht man in der größten Kirche Belgiens aber auch berühmte Rubens-Bilder. Für Fans des Malers ist darüber hinaus das Rubens-Museum (www.rubenshuis.de, Wapper 9-11) ein Muss: Das vom Künstler um eine Skulpturengalerie, ein Atelier, einen triumphbogenartigen Portikus und einen Gartenpavillon erweiterte Gebäudeensemble ist nur noch zu Teilen im Original erhalten. Ein Besuch lohnt sich dennoch, lebte der Künstler doch bis zu seinem Tod 1640 hier, auch ist ein Großteil der Gemäldesammlung Rubens‘ hier zu sehen, nebst einigen seiner Werken. Tipp: Im Museumsshop gibt es einen „Visit Antwerp Guide“ auf Deutsch mit vielen nützlichen Informationen für nur 1 Euro

Der Stadtfestsaal lädt zum Verweilen ein (Foto: pg)

Der Stadtfestsaal lädt zum Verweilen ein (Foto: pg)

18 Uhr – Shopping
Shopaholics werden in Antwerpen nicht enttäuscht. Namhafte Designer zeigen in der Nationalestraat Präsenz. Die nahegelegene Hoogstraat wartet hingegen mit alternativen Läden auf und geht in die Kloosterstraat mit herrlichen Antiquitätengeschäften über. Viele Modeketten finden sich auf der Haupteinkaufsstraße Meir. Tipp: Eine stilvolle Ruhepause mitten im Shoppingparadies ist im beeindruckenden Stadtfestsaal unter hoher Kuppel mit viel Blattgold möglich (Foto rechts). Und die Daheimgebliebenen bekommen süße Mitbringsel der „Chocolate Line“ aus dem Paleis op de Meir. Hier kann auch die Schokoladen-Produktion besichtigt werden, außerdem sind besondere Kreationen ausgestellt.