Oft werde ich nach meinem Lieblingsschiff gefragt. Das hängt ganz vom Reisewunsch ab: Entdecken, Erleben oder Entspannen? Wenn es um letzteres geht, dann ist eine Segelkreuzfahrt mein Favorit. Sich unter weißen Segeln treiben lassen – das hat schon was! Der schönste Ort an Bord eines Seglers ist das Netz unter dem Bugspriet und da darf man eigentlich nur bei Star Clippers liegen.

Der schönste Platz an Bord der Royal Clipper

Der schönste Platz an Bord der Royal Clipper

Umso mehr freue ich mich, dass der Neubau von Star Clippers nun in greifbare Nähe rückt. Eigentlich sollte die FLYING CLIPPER schon längst unterwegs sein, doch es ist gar nicht so einfach das größte Passagiersegelschiff der Welt zu bauen. Insbesondere, wenn man ein Perfektionist ist, wie der Bauherr Mikael Krafft. Ich durfte den dynamischen Schweden vor einigen Jahren mal kennenlernen und seine Leidenschaft ist ansteckend.

Mit der FLYING CLIPPER erfüllt er sich einen Kindheitstraum: Er baut das Rigg der FRANCE II nach, einer mehr als 100 Jahre alten Segellegende. Dazu mussten schlappe 35 Segel mit 6.350 Quadratmeter Tuch originalgetreu an fünf Masten befestigt werden. Und dann geriet auch noch die kroatische Werft in finanzielle Probleme. Doch nun ist es bald soweit: Mit Beginn des Sommers soll auch die FLYING CLIPPER starten.

Zwei Monate vor Fertigstellung gibt der Reeder das Schiff zur Buchung frei, hat er seinem Team versprochen. Ein sportlicher Zeitplan, um die 150 Kabinen zu füllen. Doch Mirell Reyes, President Star Clippers America und auch verantwortlich für die deutschsprachigen Märkte, bleibt gelassen: „Wir haben dicke Ordner mit Voranmeldungen im Büro liegen“, verriet sie beim Pressetermin in Hamburg. 60 Prozent der Kunden kommen sowieso immer wieder. Kein Wunder, denn Segeln macht süchtig.