Die Filipinos üben sich als Rausschmeißer. Ab sieben Uhr rumpeln sie über den Flur, wie sie es in den letzten Tagen nicht ein einziges Mal gemacht haben. Zum Frühstück füllt sich das Hauptrestaurant Atlantik, wie die ganze Woche über nicht. Ein letztes Mal erklingen E-Gitarren zur Ansage durch den Lautsprecher.

Die Crew summt noch eine Metalhymne, während sie den übriggebliebenen Alkohol abtransportiert, ein Teil des Biers muss wieder ausgeladen werden. Und wieder kommt es zum Clash der Kulturen. Die anreisenden Senioren mokieren sich, dass die Metaller „überall rumliegen und schlafen“, die Metaller pflegen ihren Kater und schauen ein wenig traurig drein, dass schon alles vorbei ist.

Ich frage mich, wie ich es in gut einer Woche wieder mit den Spießern aushalten soll. Die Metaller sind mir lieber. Sie sind dankbar, hilfsbereit, nett und gut gelaunt. Nicht nur, wenn sie betrunken sind.

Wer jetzt Lust bekommen hat: Inzwischen wurde bereits die fünfte Auflage der Full Metal Cruise festgemacht. Allerdings waren die Kabinen innerhalb von weniger als einer halben Stunde ausverkauft. Also heißt es: Geduldig warten, bis Nummer Sechs kommt. Und dann am Tag der Buchungsfreigabe hellwach vor dem Rechner sitzen…