Wer die russische Metropole auch nur ansatzweise erleben möchte, sollte eine Kreuzfahrt mit Übernachtaufenthalt buchen. Kleinere Schiffe haben den erheblichen Vorteil, dass sie zentral an der ersten Newa-Brücke liegen können und nicht am außerhalb gelegenen Kreuzfahrtterminal.

1. Tag 10 Uhr – Der Prachtboulevard
Um das Schiff individuell zu verlassen, benötigt man ein Einzelvisum, das vorher beantragt werden muss. Manche Reedereien bieten jedoch auch „Pro-forma“-Ausflüge an, die lediglich aus einer Busfahrt zum Newski-Prospekt bestehen. Diese Hauptverkehrsader der Stadt hat viel zu bieten: Hier finden sich zahlreiche der 150 Museen und Galerien Sankt Petersburgs, beeindruckende Fassaden historischer Palais sowie das luxuriöse Grand Hotel Europe, in das man unbedingt einen Blick werfen sollte.

Blutskirche

1. Tag 14 Uhr – Stadtrundfahrt
Für den umfassenden Überblick sollte eine Stadtrundfahrt gebucht werden. Sie führt zur größten Kirche der Stadt, der Isaakskathedrale. Deren mächtige Kuppel ruht auf 147 Granitsäulen. Natürlich darf auch der wohl am häufigsten fotografierte sakrale Bau – die Blutskirche (Foto) mit ihren bunten Zwiebeltürmen – nicht fehlen. Das Mariinski-Palais dient heute als Rathaus. Einen zusätzlichen Tag Zeit würde man für den Besuch der Eremitage benötigen, mit 60.000 Exponaten das Flaggschiff der Kunstszene. Vorbei geht es an der Akademie der Künste zurück zur Verkündigungsbrücke, an der die kleinen Kreuzfahrtschiffe liegen. Des Nachts bietet die Zugbrücke angestrahlt ein wunderschönes Fotomotiv für Langzeitbelichtungen.

1. Tag 19 Uhr – Abendliche Kanalfahrt
Bei einer abendlichen Kanalfahrt entfalten die historischen Fassaden ihre Wirkung vollkommen. Sie wurden zur 300-Jahr-Feier der Stadt im Jahr 2003 beinahe ausnahmslos saniert und befinden sich daher in einem sehr guten Zustand. Vom Wasser aus sieht man den Schlossplatz mit der Alexandersäule, die Admiralität, den Jussupow- und den Stroganow-Palast. Hinter den Mauern der Peter-und-Paul-Festung ragt die gleichnamige gelb-goldene Kathedrale hervor, in der die großen Zaren ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Auch auf den Panzerkreuzer Aurora und die Rostra-Säulen an der Spitze der Wassiljewski-Insel kann man auf diesem Weg einen Blick werfen.

Katharinenpalast2. Tag 9 Uhr – Katharinenpalast
Ebenfalls außerhalb gelegen, aber ein absolutes Muss ist der Katharinenpalast in Zarskoje Selo. Das rekonstruierte Bernsteinzimmer feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen und ist wirklich eindrucksvoll. Sechs Tonnen Bernstein und 42 Spezialisten waren nötig, um den Originalzustand des „achten Weltwunders“ nachzubilden. Ein Ausflug am frühen Morgen ist empfehlenswert, bevor der riesige Barockpalast von den Touristen überflutet wird.

Peterhof2. Tag 14 Uhr – Peterhof
Von der zweiten Brücke, der Schlossbrücke, aus, gelangt man per Boot rasch zum Peterhof, der am finnischen Meerbusen gelegenen Sommerresidenz des Zaren Peter I. Das Ensemble aus zehn Schlössern vom Anfang des 18. Jahrhunderts bietet im Barockgarten mit 150 Wasserspielen zahllose goldene Fotomotive.